• Blick von der Rheinstrasse
    Blick von der Rheinstrasse

    Das Mainzer Rathaus von der Rheinstraße aus gesehen, nach der Ankunft mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bürgernah soll es sein und dennoch scheint es unerreichbar. Gemeinsam mit dem angegliederten Parkhaus, der Rheingaoldhalle und dem Hilton, liegt es wie ein Sperrriegel zwischen der Stadt und dem Rhein.

Positionen

Politik ist kein Selbstzweck

Die Politik soll sich wieder für den Menschen einsetzen und nicht um ihrer Selbstwillen tätig sein. Bürger beklagen den Mainzer Filz und fordern zu Recht Änderungen. Die Wohbau-Affäre ist ein gutes Beispiel. Jeder aufmerksame Leser der örtlichen Presse kann sich selbst ein Bild über die beteiligten Parteien und ihre Aussagen zur Thematik machen. So schafft man kein Vertrauen beim Wähler.

 

Probleme erkennen und angehen für mehr Lebensqualität

Das Wichtigste ist ein gesunder Menschenverstand, ein ganzheitlicher Ansatz und der Blick über den Tellerrand. Aus diesem Credo heraus, engagiere ich mich nachhaltig für ein lebenswertes Finthen, in dem sich alle Generationen wohl fühlen. Dabei stehen für mich zuerst das Gemeinwohl und die Sorgen und Bedürfnisse aller Fintherinnen und Finther im Mittelpunkt, danach erst die Interessen einer Partei. Gleichwohl möchte und werde ich mich nicht instrumentalisieren lassen.

Es gilt die richtigen Prioritäten für die Menschen und die Umwelt zu setzen!

Eine generelle Verbesserung der Lebensqualität ist nur zu erreichen, wenn wir die bestehenden Probleme endlich gemeinsam und richtig angehen, um sie im Interesse aller in den Griff bekommen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Vermeidung von Lärm, der ständig zunimmt. Lärm ist gesundheitsschädlich, das ist Fakt. Lärmschutz bedeutet deshalb Schutz der eigenen Gesundheit und der Umwelt und muss daher mit an oberster Stelle stehen.

Der Straßenverkehr in und um Finthen mit seinem Lärm und den Abgasen ist dabei eines der zentralen Probleme. Hier können nur intelligente Lösungen Entlastung bieten.

 

Ein halb-seitiger Autobahnanschluss an der Römerquelle

der sich nur in Richtung Frankfurt/Wiesbaden orientiert, ist ein wesentlicher Lösungsansatz. Von Bingen kommend soll eine Abfahrt nicht möglich sein. Der innerörtliche Verkehr wird dadurch erheblich entlastet, weniger Lärm und weniger Abgase wären das Ergebnis. Die immer wieder durch die Köpfe spukende West-Umgehung würde nichts bringen. Weshalb sollte ein von Ingelheim/Wackernheim kommendes Fahrzeug kurz vor dem Ziel abzweigen, um bei der Römerquelle auf die Autobahn zu fahren? Über die Flugplatz-/Kurmainzstraße gelangt er doch viel schneller ans Ziel! Entlastungsstraßen bringen nur etwas, wenn Sie ent- und nicht belasten. Außer einer überflüssigen Straße mitten durch ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet würde sich aber nichts ändern. Es würde nur Geld und Umwelt vernichtet. Ein Autobahnanschluss an der Römerquelle hingegen wäre ein echte Entlastung, dafür werde ich mich einsetzen.

 

Lärmschutz und Vermeidung von Geruchsbelästigungen sind ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes.

Beim bevorstehenden Ausbau der A643 und der A60 sind passive, umweltverträgliche und naturnahe Lärmschutzmaßnahmen dringend geboten. Was in Hechtsheim realisiert wurde, muss erst Recht für Finthen möglich sein. Hier sind weitaus mehr Menschen betroffen. Es muss aber nicht immer Beton sein. Eine Tieferlegung der Autobahn mit entsprechendem Strauch- und Baumbewuchs am Rand, würde zu einer erheblichen Lärmminderung führen. Zusätzlich müsste die Wildbachtal-Brücke eingehaust werden. Dafür möchte ich mich einsetzen. Die momentan geplante Südumgehung bringt dagegen keine Entlastung und ist alleine deshalb schon völlig sinnlos. Im Gegenteil, die vorgesehene Anbindung der Südumgehung an die Kreuzung am Katzenberg oder in unmittelbarer Nähe, wäre der Supergau für Finthen. Warum sollte man denn kurz vor Finthen einen Umweg fahren, wenn man auf direktem Weg schneller an den gleichen Punkt gelangt? Denken Sie mal darüber nach. Zudem würden Rad- und Fußgängerwege zum Ober-Olmer Wald und damit wichtige Verbindungen zur Naherholungsflächen zerschnitten. Zur Verkehrsentlastung müssen deshalb jetzt Gespräche mit dem Landkreis stattfinden, um frühzeitig und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Die Fehler der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen, sie bereiten uns heute noch Probleme.

 

Ein wesentlich verbessertes ÖPNV Angebot würde zusätzliche Entlastung bringen.

70% des Verkehrs in Finthen stammt aus Finthen selbst, das ist eine Tatsache. Solange man mit dem Auto schneller und bequemer zum Arbeitsplatz gelangt, bedeutet dies Autokolonnen morgens und abends. Die Herausforderung besteht deshalb darin, die Menschen günstiger, schneller und bequemer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu befördern. Ein Lösungsansatz wäre ein Ringverkehr über die A643 / A60 / A671 und A 66 mit Haltestellen an den Knotenpunkten zu den anderen Buslinien und im Verbund mit P+R Parkplätzen. Das Konzept, alle Buslinien sternförmig über den Hauptbahnhof zu führen, ist wenig innovativ. Ich selbst bin mit dem Fahrrad schneller auf meiner Arbeitsstelle in Hechtsheim als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es sollte umgekehrt sein. Ich werde mich deshalb für einen verbesserten öffentlichen Nahverkehr einsetzen.

 

Fluglärm auch in Finthen

Wider jede Vernunft wird der Ausbau des Frankfurter Flughafens betrieben. Mit dem Totschlag-Argument Arbeitsplätze wird die gesundheit einer ganzen region auf's Spiel

Generationenübergreifende Konzepte sind gefragt.

Natürlich hat jede Generation andere Ansprüche und Bedürfnisse. Es wäre aber wenig sinnvoll sich nur auf eine Gruppe zu konzentrieren, es sei denn aus wahltaktischen Gründen. Viele der bestehenden Probleme sind ohnehin generationenübergreifend. Zugeparkte Bürgersteige sind für ältere Mitbürger, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, ebenso ein Problem wie für Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen, um nur ein ganz banales Beispiel zu nennen.

 

Familiengerechtes Finthen.

Junge Familien benötigen zusätzliche, spezielle Infrastrukturen. Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen vor Ort sind ebenso notwendig wie gute Spielplätze und finanzierbarer Wohnraum. Als Familienvater spreche ich aus eigener Erfahrung. Die Streichung von Reihenhäusern aus dem Baugebiet Finthen West zugunsten von Doppelhaushälften halte ich insbesondere wegen der lächerlichen Begründung, die Frischluftzufuhr in den Ort würde behindert, für einen familienpolitischen Skandal. Hier spielen offensichtlich andere Interessen eine Rolle. Auch der Zustand vieler Spielplätze ist bedauerlich. Ein Ganztagsangebot in der Finther Grundschule fehlt ebenfalls und ist dringend geboten. Gemeinsam mit bereits bestehenden Initiativen werden ich mich auch weiterhin für Familien, Kinder und Jugendliche, aber natürlich auch für die Senioren einsetzen.

 

Eine Halle für den Breitensport ist in Finthen längst überfällig und notwendig.

Während die Finther geduldig seit über 20 Jahren warten, wird das Stadion rasant vorangetrieben. Zumindest für mich ist das nicht nachvollziehbar. Hier wurden die Prioritäten eindeutig falsch gesetzt. Für mich wäre es wichtiger, wenn die Steuergelder zur Schaffung von Sportstätten für die Bevölkerung verwendet werden würden, statt für Profis. So etwas ärgert mich und ich werde nicht müde solche Missstände anzuprangern und wenn möglich zu vermeiden.

 

Nicht nur auf der Römerquelle fehlen Einkaufsmöglichkeiten.

Die vorhandenen Kapazitäten sind schlecht verteilt, ein Biomarkt fehlt ganz. Eine funktionierende Nahversorgung ist für ältere Menschen ebenso wichtig wir für junge Familien. Das Gros der Märkte konzentriert sich im Bereich Poststraße, Am Obstmarkt und am Katzenberg. Unterdorf und Römerquelle sind zur Zeit völlig unterversorgt. Das wiederum bedeutet verstärkten Autoverkehr mit Lärm und Abgasen. An diesem Beispiel wird deutlich, wie ein Problem weitere nach sich zieht. Deshalb ist ein ganzheitlicher Denkansatz gefragt, um den ich mich weiterhin bemühen werde. Ein Parteienstreit wer welchen Markt nach Finthen gebracht hat, ist hingegen lächerlich und kontraproduktiv.

 

Der Ausbau des Rad- und Wanderwegesystems ist wichtig für die Naherholung.

Das Radwegesystem in und um Finthen ist miserabel. Ich setze mich für den Ausbau in umweltverträglicher Weise ein, den Ausbau in Asphalt halte ich für bedenklich. Die Erfahrung zeigt, dass diese Wege dann oft in unverantwortlicher Weise durch Autofahrer missbraucht werden und letztendlich zur Gefährdung der Radler und Spaziergänger führen. Ein vernünftiges Radwegesystem könnte auch zur Entlastung des Berufsverkehrs dienen. Bei einem entsprechenden Angebot wäre man sicherlich eher bereit auf das Rad umzusteigen, was dann nicht nur die Nerven sondern auch auch die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen würde.

 

Das Bürgerhaus Finthen sollte seinem Namen gerecht werden.

Obwohl die CCM das Bürgerhaus vermarktet und Gewinne erwirtschaftet, wird für die überfällige Sanierung nichts getan. Intelligente Raumkonzepte, die eher von Vereinen und Sportvereinen genutzt werden können, sind gefragt. Die Sporthalle alleine wird bei einer Anwohnerzahl von knapp 14.000 Personen ohnehin nicht reichen. Aber auch Vereine aus dem kulturellen Bereich benötigen oftmals kleinere Räume, die es in Finthen kaum gibt. Die nochmalige mögliche Teilung des großen Saales in kleinere Säle, der Einbau eines Sprungbodens, der Einbau von Duschen im Keller, wären daher sinnvolle Maßnahmen, um das Bürgerhaus zu einem echten Mehrzweckhaus werden zu lassen. Auch die Ortsverwaltung soll unter verbesserten Arbeitsbedingungen erhalten bleiben. Das Bürgerhaus muss ein Haus für den Bürger werden.

 

Die Zukunft des Layenhof ist unklar, die Informationen fließen spärlich.

Nicht nur die Layenhöfer auch die Finther haben ein Recht darauf zu wissen was passiert. Besonders die Verkehrsanbindung steht im Mittelpunkt. Sie kann nicht auch noch zu Lasten Finthens gehen, schon gar nicht, wenn die Finther Gemarkung dadurch zerschnitten würde. Der Erhalt ökologisch wertvoller Flächen und geschichtsrelevanter Gebäude sollte gewährleistet sein. Ebenso kann eine Teilrenaturierung mit einer verträglichen Neubebauung in Einklang gebracht werden.

Wohnen in Niedrigenergiehäusern, die Nutzung erneuerbarer Energien und der Rückbau betonierter und asphaltierter Flächen können das Rezept für eine zukunftsweisende Siedlung mitten im Grünen sein. Hierin besteht eine echte Chance gegenüber den 08/15 Lösungen. Ich möchte mich deshalb für eine vernünftige Entwicklung des Gebietes und für mehr Transparenz einsetzen.

 

Lokalpolitik mit Weitblick ist gefragt.

Die eine Lösung für Finthen gibt es nicht, das richtige Paket ist wichtig: Nur die Kombination mehrerer ineinander übergreifender Maßnahmen wird zu Ergebnissen führen, dafür setze ich mich ein und ich denke, damit liege ich richtig.

Als ihr Interessenvertreter im Ortsbeirat arbeite ich daran. Eine starke ödp-Fraktion könnte sogar Änderungen herbeiführen! Sie haben die Wahl. Mit einer kompetenten, sachorientierten und parteiübergreifenden Lokalpolitik erarbeiten wir Lösungen für den Menschen.