Quo vadis Layenhof?

Layenhof5803 220x124Statement - Der Layenhof ist ein wertvolles Konversionsgelände, dass sich für die Entwicklung eines ökologisch, sozial orientierten Stadtteils anbietet. Tatsächlich erinnert die reale Vorgehensweise des Zweckverbandes und der GVG eher an die alt bekannten Muster einer Wohnbau. Transparenz sieht jedenfalls anders aus.

Seit 20(!) Jahren erfahren die Bewohner des Layenhof oft nur aus der Zeitung, was geschehen soll. Hinter verschlossenen Türen werden Pläne geschmiedet, die dann den Betroffenen vorgestellt werden. Gutsherrenart statt Bürgerbeteiligung. Die Stadt Mainz versteht es einfach nicht, die Menschen mitzunehmen und sie an IHRER Stadt zu beteiligen. Wovor haben die Handelnden Angst?

Die Verantwortlichen übersehen auch, dass sich auf dem Layenhof eine für Mainz einzigartige Wohngemeinschaft mit Modellcharakter entwickelt hat, die es nicht nur zu erhalten sonder auch auszubauen gilt. Die Bewohner - alleine gelassen von Bund und Stadt - entwickelten ein eigenes Leitbild für ihr Wohngebiet. Das ist Bürgerengagement erster Güte. Inklusion wird auf dem Layenhof bereits seit Jahren gelebt. Die Bewohner sind damit wesentlich weiter als es die Planer der Stadt je sein werden, die als "Verwalter" jede Kreativität vermissen lassen.

Der Layenhof benötigt aktive Gestalter, die auch tatsächlich die bekanntgegebenen Absichten verwirklichen und nicht andere verfolgen. Der Layenhof benötigt Visionen und nicht die üblichen 08/15 Massnahmen einer lange überholten Stadtentwicklung. Sowohl die Bewohner, als auch die Künstker und Gewerbetreibene benötigen endlich eine Planungssicherheit, sowie ein Mitspracherecht! 
Letzteres haben Sie sich durch ihr Engagement nicht nur verdient, in einer nach außen propagierten weltoffenen Stadt muss es auch nach innen möglich sein den Bürger an den Entscheidungen zu beteiligen.

Die Realität sieht anders aus. Die Schule der Clowns lässt man ziehen, die halbherzigen Versuche sie zu halten sind ein Armutszeugnis. Noch vor Erstellung des eigentlichen Masterplan sollen Gebäude abgerissen werden, angeblich weil sie nicht zu halten sind. Gutachten, die das bestätigen sollen, sind nicht mehr auffindbar. Das sind gelinde ausgedrückt, doch merkwürdige Umstände.

Zweckverband und GVG handeln konträr zu den eigenen Verlautbarungen, indem weder die Gemeinderäte noch die Betroffenen VORAB eingebunden werden. Es muss deshalb die Frage erlaubt sein, ob hier Fakten geschaffen werden sollen und wenn ja in wessen Interesse?

Die Einwohner des Layenhof haben die nicht ganz unberechtigte Angst, dass die Stadtplaner überhaupt nicht erkennen welches Juwel der Layenhof jetzt schon ist und welche einmalige Chancen er der Stadt Mainz bietet, wenn man ihn behutsam und nachhaltig entwickelt.

Zwar stehen diese Worte auch in der Präambel des Zweckverbandes, in den Köpfen der Handelnden scheinen sie aber nicht verankert zu sein. Es gilt wachsam zu sein und die Worte aus der Bergpredigt zu beherzigen: An Ihren Taten sollt ihr sie messen (nicht an ihren Worten)!

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