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Rundgang der Stadtratsfraktion der ÖDP auf dem Layenhof

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Der Layenhof-Rundgang der ÖDP Stadtratsfraktion am 17.05.2012 diente zur Vorbereitung der fünften Sitzung des Layenhof-Symposiums am 24.05.2013. Fragen zur städtebaulichen Entwicklung des Geländes wurden vor Ort diskutiert. Meiner Meinung nach verpasst die Stadt Mainz eine große Chance zur städtebaulichen Entwicklung.

Die Entwicklung des Layenhofs-Areals ist symptomatisch für die fehlende gesamtplanerische Gestaltung der Stadt Mainz. Hier ein bisschen Gewerbe, da ein bisschen Wohnbebauung und wenn's denn sein muss auch noch Wohnprojekte. 08/15 Planungen wie gehabt. Konflikte sind vorprogrammiert, wie die Erfahrung lehrt passen Gewerbe und Wohnbebauung selten harmonisch zusammen.

Aus Fehlern sollte man lernen, in Mainz werden sie gerne wiederholt. Mehr ist zur Selbstzufriedenheit der Protagonisten nicht nötig obgleich die Stadt dringend innovative Entwicklungen nötig hätte.

Der Layenhof ist nur ein Beispiel. Formell ist es zwar klar wer hier das Sagen hat, in der Realität stellt sich jedoch die Frage wer tatsächlich Herr des Prozesses ist. Wo ist die innovative, städteplanerische Politik, die sich endlich mit den tatsächlichen Problemen unserer Zeit auseinander setzt, Überalterung, Wohnungsmangel und überhöhten Mieten?

Mainz agiert schwerfällig, weil es kaum noch agieren kann. Gelähmt durch Verschuldung und die Aufteilung der städtischen Aufgaben auf stadtnahe Gesellschaften und deren Unter- und Unter-Unter-Gesellschaften, in denen jeweils eigene Ziele verfolgt werden. Es hat sich wenig geändert, trotz der Wohnbaukrise. Das stimmt mich sehr nachdenklich und ich frage mich, weshalb das so ist. Unvermögen, Absicht oder können wir in Mainz nur 08/15?

Es gibt andere, bessere Möglichkeiten mit Konversionsflächen umzugehen, siehe den Stadtteil Vauban in Freiburg, um nur ein Beispiel zu nennen. Es gibt Lösungen, die gut sind, die dem Allgemeinwohl dienen, die Lebensqualität steigern und damit die Stadt insgesamt voran bringen. In Mainz ist ein Umdenken dringend nötig, denn, und hier möchte ich aus Oberbürgermeister Michael Eblings Antrittsrede zitieren, "Ein weiter so, wie bisher, kann es nicht geben."

Lesen Sie hier zusätzlich den Bericht der Allgemeinen Zeitung zum Rundgang.

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